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Studium im Ausland / Grundsätzliches / Organisation

Wer einen Studienaufenthalt im Ausland plant, sollte sich frühzeitig informieren und folgende Fragen klären: Welche Hochschule in welchem Land kommt in Frage? Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Wie bewerbe ich mich? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es? Brauche ich ein Visum? Werden die Leistungen an der Heimathochschule anerkannt?

Bewerbungsverfahren

Auslandsstudienaufenthalte sind stark auf die einzelnen Studiengänge der Hochschule Reutlingen konzentriert. Einige Austauschprogramme wie das mit der Kettering University in Flint, Michigan, USA, werden zentral vom Akademischen Auslandsamt organisiert. Ansonsten wenden sich Studierende aber direkt an ihre Fakultät. Genauere Informationen zu den Ansprechpartnern und zu den Partnerhochschulen der einzelnen Studiengänge finden Sie unter "Liste der Partnerhochschulen" auf dieser Seite oder im Akademischen Auslandsamt.

Die Austauschprogramme an der Hochschule Reutlingen sind stark auf die einzelnen Studiengänge konzentriert. Je nach Studiengang sind die Bewerbungsabläufe verschieden. Genauere Informationen dazu gibt es bei den einzelnen Fachbereichen und Studiengängen, bei den zuständigen Auslandsbeauftragten oder im Akademischen Auslandsamt.

Der richtige Zeitpunkt: Termine & Fristen

Ein Semester im Ausland ist mittlerweile fester Bestandteil fast jedes Studiums, denn Auslandserfahrung ist bei Bewerbungen später ein Plus. Wer sich zu diesem Schritt entschieden hat, sollte sich Gedanken über den richtigen Zeitpunkt machen.

In vielen Fällen ist das 4. oder 5. Semester der günstigste Zeitpunkt für ein Auslandsstudium. Manchmal kann ein Auslandssemester auch mit einem anschließenden Praktikum kombiniert werden. In der Regel ändert sich durch ein Auslandsstudium der weitere Studienverlauf - ein vorheriges Beratungsgespräch mit einem Ansprechpartner im Fachbereich ist daher zu empfehlen.

Zur besseren Übersicht haben wir für Sie einen groben Zeitplan für das Auslandssemester erstellt:
Zeitplan Auslandssemester.pdf

Finanzen & Studiengebühre

Die gute Nachricht vorneweg: durch die Austauschbeziehungen der Hochschule Reutlingen fallen an Partnerhochschulen in der Regel keine Studiengebühren an (dies gilt allerdings in begrenztem Umfang - für den Bachelor-Bereich; die Master-Studiengänge dagegen sind NICHT von Studiengebühren befreit). Die schlechte Nachricht: Die ab Sommersemester fälligen Studiengebühren in Höhe von 500 € sowie ein Verwaltungsbeitrag von 40 € müssen auch während des Auslandsstudiums bezahlt werden. Der Studentenwerksbeitrag von 60 € entfällt.

Was die Studiengebühren an unseren Partnerhochschulen anbelangt, so können Studierende in der Regel von den mit den Partnern ausgehandelten günstigeren Konditionen profitieren. Meist werden die Studiengebühren komplett erlassen.

Allerdings können in manchen Fachbereichen und für besonders beliebte Ziele oft nicht allen Bewerbern diese Vorzugskonditionen gewährt werden. Hier werden diejenigen Studierenden ausgewählt, die sich durch besonders gute Leistungen hervorgetan haben.

Zur Erinnerung: Ein Studierender, der sein Auslandsstudium auf eigene Faust plant (Free Mover), kann nicht auf das Partnernetzwerk der Reutlinger Hochschule zurückgreifen. Der/die Studierende muss die Gebühren für die Hochschule selbst aufbringen.

Zu den (Studien-) Gebühren für die Hochschule kommen auf jeden Fall Reise- und Lebenshaltungskosten (inkl. Wohnung), die je nach Land und Region variieren. Möglicherweise fallen auch Kosten für Kauf oder Anmietung eines Autos, Bücher, Ausflüge und Reisen im fremden Land an. Hinzu kommen Ausgaben für sonstige Dinge, die man nicht aus der Heimat mitbringen konnte. Auch wenn dies von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist: meist sind die Ausgaben bei einem Auslandsstudium höher als von Zuhause gewohnt.

In jedem Fall sollten sich Studierende rechtzeitig auf die finanziellen Belastungen einstellen. Neben einer ausreichenden finanziellen Versorgung sollte auch an den bestmöglichen Transfer von Geld gedacht werden. Klassisches Mittel sind dabei Kreditkarten, die von vielen Privatanbietern zu unterschiedlichen (Auslands-) Konditionen angeboten werden. Für Studierende, die sich länger im Ausland aufhalten, lohnt sich auch die Eröffnung eines Kontos vor Ort.

Um möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts zu ermöglichen, gibt es in Deutschland verschiedene Wege der Förderung eines solchen Studienvorhabens. Mehr Informationen dazu unter dem Punkt "Förderungsmöglichkeiten" auf dieser Seite.

Visum

Die Welt wird immer kleiner, trotzdem gibt es noch viele Grenzen und bürokratische Hürden, die bei der Planung des Auslandsaufenthaltes genommen werden müssen. Wichtig ist auch die Klärung der Frage, ob für das Gastgeberland eine Visumspflicht besteht.

Für einen Aufenthalt in den Staaten der EU wird in der Regel kein Visum, jedoch ein gültiger Personalausweis bzw. Reisepass, benötigt. Außerhalb der EU ist jedoch, bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten (als Tourist), ein Visum vorgeschrieben.

Die Botschaften und Konsulate ausländischer Staaten informieren über das Visum für ein Studien- oder Praktikumsaufenthalt. Dort werden auch die Anträge eingereicht. Es empfiehlt sich, das Visum frühzeitig, sofort nach Zusage der Gastuniversität bzw. nach Erhalt der Praktikumstelle (Arbeitsvisum), zu beantragen, da die Bearbeitungszeit mehrere Monate in Anspruch nehmen kann, zum Beispiel für die USA. Ein Visum kostet – abhängig vom Zielland – etwa zwischen 30 und 100 Euro.

Je nach den Anforderungen des Gastlandes müssen Sie eine Zusatz-Krankenversicherung für das Ausland vorweisen. Informationen hierzu bieten die Krankenversicherungen und Banken, die Auslandsversicherungen bis zu einem Jahr anbieten. Häufig wird eine Erklärung verlangt, dass Sie für Ihren Lebensunterhalt aufkommen können, und im Gastland nicht der Sozialhilfe zur Last fallen. Die Behörden des Aufnahmelandes erteilen Ihnen dann eine Aufenthaltsgenehmigung, die auf die Dauer der Ausbildung beschränkt ist.

Nähere Informationen zu länderspezifischen Besonderheiten finden Sie auf dieser Seite unter "Vorbereitung - Administration Heimathochschule" oder direkt bei diesen beiden Websites:

www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/LaenderReiseinformationen.jsp
www.konsulate.de

Alle Angaben gelten für deutsche Staatsbürger/innen! Bedingungen für Bürger/innen anderer Länder sind beim jeweils zuständigen Konsulat zu erfragen.

Anerkennung von Leistungen

Ein Studium im Ausland bringt nicht nur Einblicke in andere Kulturen und eine Abwechslung vom studentischen Alltag. Es werden auch akademische Leistungen erbracht, die in die Gesamtnote an der Hochschule Reutlingen einfließen.

Um hier keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, ist eine genaue Planung notwendig. Ein Blick auf den Kursplan der jeweiligen Partnerhochschule ist dabei selbstverständlich. Auf dieser Grundlage können sich Studierende einen Kursplan zusammenstellen, der dann mit dem zuständigen Auslandsbeauftragten rechtzeitig abgeklärt wird.

In der Praxis gibt es dennoch ab und zu Probleme. Zum Beispiel können Studienpläne nicht immer eingehalten werden, manchmal werden Kurse belegt, die nicht im Voraus festgelegt waren.

Weitere Informationen zum Thema „Anerkennung von Leistungen“ finden Sie unter dem Punkt "Vorbereitung - Administration Heimathochschule" auf dieser Seite.

Sprachkenntnisse

Ein Auslandsaufenthalt ohne Kenntnisse der Landessprache ist weder sinnvoll noch möglich. Ihre Sprachkenntnisse müssen ausreichend sein, um den Lehrveranstaltungen an Ihrer ausländischen Hochschule folgen zu können oder sich im beruflichen Alltag zurechtzufinden. Zur sprachlichen Vorbereitung besteht die Möglichkeit, Intensivkurse im In- und Ausland zu belegen.

Viele amerikanische und englische Universitäten verlangen von nicht-englischsprachigen Ausländern einen Nachweis ausreichender englischer Sprachkenntnisse. Oft ist es erforderlich den Test of English as a Foreign Language (TOEFL) abzulegen. Beim TOEFL geht es nicht darum, ihn zu bestehen oder durchzufallen, sondern eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Als Untergrenze gelten 173 Punkte (von 300 möglichen). Die meisten amerikanischen Universitäten verlangen jedoch 250 und mehr Punkte, wobei die Anforderung an die Höhe der erforderlichen Punktzahl unterschiedlich sein kann. Der TOEFL wird als "Internet Based Testing" (iBT) teilweise noch als "Computer Based Testing" (CBT) oder "Paper Based" (PBT) durchgeführt. Der TOEFL ist ein wichtiges Auswahlkriterium. Daher muss das Ergebnis bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen vorliegen.

Bei Bewerbungen um ein Stipendium des DAAD nach Nordamerika, Australien oder Neuseeland sollte das TOEFL-Ergebnis spätestens zwei Monate nach Bewerbungsschluss beim DAAD vorliegen. Nachreichungen am besten selbst mit zwei Kopien an das zuständige Referat des DAAD schicken.

Mehr Informationen unter: http://www.ets.org

Der Test kostet US$ 155. Nach der Anmeldung bekommt man Zugang zu einem Toefl iBT Sampler, der in das Testverfahren einführt und Übungsfragen enthält.

Mehr Informationen zu "Sprachkursen und Förderungsmöglichkeiten" findet Ihr unter dem Punkt III. Sprachen und Länderinfos.
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